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Nr. 44 | 13. Jahrgang

Brustkrebs

Editorial

Brustkrebs ist immer noch die häufigste Form der Krebserkrankung bei Frauen. In Deutschland trifft das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, statistisch jede neunte Frau. Allerdings ist die Rate der Neuerkrankungen seit dem Jahr 2000 – im Gegensatz zu den Vorjahren – nicht weiter angestiegen. Und der Anteil der Frauen, die an Brustkrebs versterben, ist schon seit Mitte der 1990er Jahre rückläufig. Aufschluss über die Qualität der Therapie gibt die Anzahl derjenigen Frauen, die nach der Erstdiagnose länger als fünf Jahre überleben. In den 1990er Jahren lag diese Quote bei knapp 80 Prozent, inzwischen ist sie auf 83 bis 87 Prozent gestiegen. Wenn man diesen Zahlen trauen darf, so entwickeln sich die Aussichten für die betroffenen Frauen also doch langsam zum Positiven.

Die Erkenntnis, dass Brustkrebs viele verschiedene Gesichter haben kann, hat zu differenzierteren Therapiestrategien geführt. Auch hat sich mittlerweile vielerorts die Überzeugung durchgesetzt, dass Frauen, die bewusst mit Ihrer Erkrankung umgehen, auch mehr für Ihre Gesundheit tun können. Die selbstbewusste Nachfrage vieler Frauen hat bewirkt, dass es endlich zusammenkommt, was zusammengehört: Ärzte, die sich bisher wenig um komplementärmedizinische Ansätze in der Onkologie gekümmert haben, sprechen auf Augenhöhe mit den Vertretern dieser naturheilkundlichen oder anthroposophischen Therapierichtung. Die Deutsche Krebsgesellschaft hat eine „Arbeitsgemeinschaft Prävention und Integrative Onkologie“ gegründet. In Berlin findet im Februar 2012 ein erster Kongress für Integrative Onkologie bei Brustkrebs statt. Das sind Entwicklungen zum Wohle der betroffenen Frauen.

„Patientinnenwille und -biografie sind für uns Leitfaden für Diagnostik und Therapie“ – so lautet das Motto des Brustzentrums im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke. Wir wollen mit diesem Heft einen Blick auf die Krankheit Brustkrebs und ihre Behandlung werfen, der diesem Leitfaden folgt.

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