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Nr. 60 | Der Darm| 17. Jahrgang

Der Darm

Liebe Leserin, lieber Leser,

vom Darm und seiner Tätigkeit wissen wir fast nichts – solange alles gut geht. Dabei sind die Prozesse der Verdauung und des Stoffwechsels, an denen der Darm maßgeblich beteiligt ist, mindestens so spannend wie die des Nervensystems oder des Kreislaufsystems. Manchmal braucht es einen neuen Blickwinkel, damit uns eine Entdeckungsreise in unbekanntes Gelände verlockend erscheint.

Wie wäre es damit, unseren Darm einmal als Wahrnehmungsorgan zu betrachten? Oder gar als Ort der schönsten Symbiose mit einer Unmenge von Bakterien,Viren und Pilzen?

Diese Flora des Dickdarms, das sogenannte Mikrobiom, wird in den letzten Jahren intensiv erforscht. Seit man das Genom der Bakterien entschlüsseln kann, werden dazu nahezu täglich neue Erkenntnisse publiziert. Bisher kann man unser Wissen darüber allerdings noch mit der Kenntnis über Lebewesen in der Tiefsee vergleichen: Je tiefer man vordringt, desto mehr Neues lässt sich entdecken!

Und dennoch zeichnet sich die Bedeutung des Mikrobioms für unser Immunsystem und die Verhütung von Krankheiten schon jetzt ganz deutlich ab. Ein Beispiel dafür sind die Antibiotikaassoziierten Durchfälle sowie die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen.

All dies möchten wir Ihnen in dieser Ausgabe von medizin individuell nahebringen. Denn vor allem dann, wenn nicht alles gut geht, wenn der Darm erkrankt, möchte man doch wissen, wie er auf der Basis eines tieferen Verständnisses seiner Funktionsweise wieder geheilt werden kann, und ebenso, wie ein gesunder Darm arbeitet. Auf dass er nicht, wie schon Hippokrates gesagt haben soll, zum „Vater aller Trübsal“ werde!

Herzlich, Ihr
Peter Zimmermann


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